Gesundheitsthemen

Platzwunden

Platzwunden entstehen durch plötzliches und heftiges Stoßen oder Hinfallen. Die Haut reißt auf, klafft auseinander und es blutet ziemlich stark, besonders an der Kopfhaut. Wegen der starken Blutung sehen Platzwunden in der Regel gefährlicher aus als sie sind.

Maßnahmen

Kleinere Wunden, die weniger als 5 mm auseinanderklaffen, heilen meist problemlos von selbst, auch auf der Kopfhaut. Tupfen Sie die Wunde mit einem sauberen Tuch oder Gazestück ab. Kleben Sie ein Klammerpflaster oder einen dünnen Pflasterzügel (aus der Apotheke: Steristrip®) oder ein selbst gemachtes Zugpflaster darauf. In ästhetisch sensiblen Bereichen, besonders im Gesicht, sollten die Wunden besser vom Arzt genäht oder geklebt werden, um unschöne Narben zu verhindern.

Von: Dres. med. Katharina und Sönke Müller; Dr. med. Arne Schäffler

Äußerungen von Selbstmordgedanken

Wie Angehörige reagieren sollten

Suizidgefährdung entsteht in der Regel nicht über Nacht. Bemerken Angehörige oder Freunde eine besorgniserregende Entwicklung, sollten sie den Betroffenen offen ansprechen, raten Psychologen.

Nachfragen statt Ignorieren

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass jemand, der von Selbstmord (Suizid) spricht, einen solchen nicht unternimmt. „Es ist keine Schande, dass Menschen mit schweren psychischen Störungen und in extremen Krisensituationen auch Suizidgedanken haben. Dies sollte man akzeptieren und keine Hemmung haben, einem potentiell gefährdeten Menschen entsprechende Fragen zu stellen“, rät Prof. Arno Deister von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) mit Sitz in Berlin. „Die betroffenen Personen empfinden es zumeist als eine Entlastung, wenn jemand offenbar erkennt, wie schlecht es ihnen geht und sie darauf anspricht“, ergänzt der Experte.

Betroffenen zu Behandlung motivieren

„Falsch wäre es hingegen, aus Unsicherheit wegzuschauen oder das Problem zu bagatellisieren“, weiß der Psychiater. „Zudem können Außenstehende in einem solchen Gespräch erkennen, wie konkret die Suizidgefahr wirklich ist und entsprechende Hilfsmaßnahmen ergreifen. Den Betreffenden auf das Thema Suizid anzusprechen, bedeutet allerdings nicht, selbst die Rolle eines Therapeuten zu übernehmen. Vielmehr sollten Freunde oder Angehörigen den Betreffenden bewegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Depressionen früh behandeln

Suizidgedanken sind häufig mit Depressionen, Schizophrenie oder einer schweren Suchterkrankungen verbunden. Da Suizide meist im Zuge psychischer Störungen auftreten, stellt die erfolgreiche Behandlung der Grunderkrankung die beste Prävention dar. „Gerade Menschen in einer aktiven Depressionsphase sind häufig so niedergeschlagen und hoffnungslos, dass sie von sich aus nicht die Kraft haben, Hilfe zu suchen. Professionelle Hilfe zu organisieren ist der wichtigste Schritt überhaupt, um einen Menschen vor dem Suizid zu retten“, betont Prof. Deister.

Quelle: www.psychiater-im-netz.org

Informationen über akute Suizidgefährdung für Angehörige und Betroffene

21.07.2020 | Von: Sandra Göbel; Bild: Stock-Asso/Shutterstock.com